Erfolgreiche Klimakonferenz

Erfolgreiche Klimakonferenz

Zwei Tage diskutierten rund 300 Experten und Expertinnen auf dem Flensburger Campus über die Zukunft der erneuerbaren Energien. Tenor: Alle Fachgebiete müssen zusammen agieren, um das Ziel von 100 Prozent erneuerbarer Energien zu erreichen. „Es war uns wichtig, ein interdisziplinäres Setup für die Konferenz aufzustellen. Alle mit den erneuerbaren Energien verbundenen Bereiche sollten ihr Wissen einbringen“, erklärte Prof. Dr. Ilja Tuschy, wissenschaftlicher Leiter der „100% Renewable Energy Conference“, die Teil einer binationalen Konferenzreihe zwischen der Hochschule Flensburg, der Europa-Universität Flensburg sowie der Süddänischen Universität ist. In den unterschiedlichen Themenblöcken wurden über zwei Tage daher die verschiedenen Technologien im Bereich erneuerbarer Energien, die Systemintegration, aber auch das Unternehmertum beziehungsweise die Existenzgründung im grünen Bereich behandelt. „Uns ist es gelungen, die Fachleute nördlich und südlich zusammenzubringen und gemeinsam die Perspektiven für die Weiterentwicklung der erneuerbaren Energien zu diskutieren“, so Tuschy. Wichtige Ergebnisse auch aus Sicht von Swetlana Krätzschmar. Die Stadtpräsidentin Flensburgs – der Stadt, die sich das Ziel gesetzt hat, bis zum Jahre 2050 CO2-neutral zu sein – betonte, dass die Umstellung auf erneuerbare Energien unumgänglich sei, „wenn wir wollen, dass auch unsere Kinder und Enkelkinder in einer sauberen Umwelt leben wollen.“ Prof Dr. Holger Watter, Präsident der Hochschule Flensburg, verwies auf die Kompetenzen der Hochschule in diesem Bereich – sowohl in den Studiengängen als auch im Bereich der Forschung. Zahlreiche Institute und laufende Projekte zeigten, dass Flensburg Standort ein breites Angebot im Bereich der erneuerbaren Energien und Energiesystemforschung biete. Auch sein Amtskollege von der Europa-Universität Flensburg, Prof. Dr. Werner Reinhart, verwies darauf, dass die Auseinandersetzung mit den Erneuerbaren zunächst in einer Nische der universitären Welt stattfand, bevor sie die Mainstream-Debatte beherrschten. Dennoch wünschte sich Reinhart, dass die zahlreichen Aktivitäten der Hochschulen und Institutionen gerade auch im Grenzgebiet noch sichtbarer würden – in Berlin, Kopenhagen und Brüssel.