Die Interviews

Die Interviews

Begleitend zum Wettbewerb führt das Kampagnenteam mit den an der Challenge teilnehmenden Klimapakt-Mitgliedern kurze Interviews inklusive Fototermin durch. An dieser Stelle können die Unternehmen ihre spezifische Unternehmensphilosophie zum Klimaschutz mitteilen, mögliche Maßnahmenschwerpunkte benennen, die für den Klimaschutz verantwortlichen MitarbeiterInnen vorstellen oder auch Ihre Wettbewerbsbeiträge kurz präsentieren.

An dieser Stelle werden in den nächsten Wochen die Interviews veröffentlicht.

Interviews

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Interview mit Geschäftsführer Heiko Frost

Geschäftsführer Heiko Frost (3. von links) mit seinen Kollegen und Kolleginnen Britta Glöe, Katharina Hansen, Nina Jebsen, Janine Jagdmann, Birte Mettendorf, Lars Helge Rüter, Kathrin Clausen, Oliver Hansen (v.l.n.r.) und dem Klimaschuitzmanager der Stadt Flensburg Eyke Bittner (rechts im Bild).

dieser text hat eigentlich gar keinen wirklichen inhalt. aber er hat auch keine relevanz, und deswegen ist das egal. er dient lediglich als platzhalter. um mal zu zeigen, wie diese stelle der seite aussieht, wenn ein paar zeilen vorhanden sind. ob sich der text dabei gut fühlt, weiß ich nicht. ich schätze, eher nicht, denn wer fühlt sich schon gut als platzhalter. aber irgendwer muss diesen job ja machen und deshalb kann ich es nicht ändern . ich könnte dem text höchstens ein bisschen gut zureden, dass er auch als platzhalter eine wichtige rolle spielt und durchaus gebraucht wird. könnte mir vorstellen, dass ihm das gut tut. denn das gefühl gebraucht zu werden tut doch jedem gut, oder? klar, er ist austauschbar. das darf ich ihm natürlich nicht verraten. denn austauschbar zu sein, dass ist schrecklich. austauschbar zu sein bedeutet ja eigentlich, dass nicht man selbst, sondern einfach irgendjemand oder irgendwas an der stelle gebraucht wird. somit würde mein erstes argument, man braucht dich, nicht mehr ziehen, und das zuvor erzeugte gute gefühl des textes wäre zunichte gemacht. das will ich nicht. also bitte nix verraten, ja? aber vielleicht merkt er es ja nicht. das wäre gut, denn wer hat schon lust einen deprimierten blindtext auf seiner seite zu platzieren. was würde denn das für einen eindruck machen. das will ja keiner lesen. somit wäre er dann ein für alle mal tatsächlich völlig nutzlos. das wäre sein todesurteil. soweit wollen wir es doch nicht kommen lassen, oder? es sei denn, und das ist möglich, er würde wiedergeboren und käme als, naja, sagen wir als witz, und ein textleben später vielleicht als bildzeitungsartikel auf die textwelt. irgendwann wäre er vielleicht sogar ein text im lexikon. dann hätten wir ihn ja sogar weitergebracht in seiner entwicklung. klingt gar nicht schlecht, oder? trotzdem bin ich der meinung, man sollte ihn nicht bewusst dort hin treiben. er hat ein recht darauf, sich selbst zu entwickeln. und zwar in genau dem tempo, das ihm gefällt. und bis es soweit ist, nehme ich ihn eben an, wie er ist. als einfachen blindtext ohne wirklichen inhalt.

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Interview mit dem Technischen Leiter Jürgen Freitag und ... (????)

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Interview mit Werkstattleiter Hans-Nico Nissen

Werkstattleiter Hans-Nico Nissen mit Stefan Bochert (Leitung Betriebstechnik) und Wäschereileiter Lutz Christiansen (v.l.n.r.).

Worin besteht Ihre persönliche Motivation, sich mit Ihrem Unternehmen für den Klimapakt/Klimaschutz einzusetzen?
Wir haben aufgrund unseres Qualitätsmanagementsystems den Weg zum Klimapakt gefunden. In diesem Zusammenhang haben wir uns im letzten Jahr mit der Weiterentwicklung unseres Unternehmens auseinandergesetzt. Ziel war es ein neues integriertes Managementsystem zu schaffen und dazu gehört neben dem Gesundheits- und Arbeitsschutz, auch der Umwelt- und Klimaschutz. Zudem wollten wir durch die Mitgliedschaft im Klimapakt auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zeigen, dass es sich lohnt sich für den Klimaschutz einzusetzen. So kann ich mich als Mitarbeiter leichter mit den Zielen identifizieren, mich für die gute Sache motivieren und baue damit letztendlich auch eine Bindung zum Unternehmen auf. Es gibt Kollegen denen insbesondere solche Themen wichtig sind und dadurch bot es sich dann umso mehr an Mitglied im Klimapakt zu werden.
Für mich persönlich ist das auch der Fall – ich will mich für den Klimaschutz einsetzen. Die Ressourcen hier auf der Erde stehen eben nicht unbegrenzt zur Verfügung. Ich habe also schon immer versucht das im Blick zu haben und nachdem ich die Funktion als Werkstattleiter übernommen habe, konnte ich auch im Beruf darauf einwirken. Und durch Erfolge in diesem Bereich wird meine Motivation natürlich noch größer. Zudem ist mir der Austausch mit Menschen, die vor ähnlichen Aufgaben stehen sehr wichtig – z.B. dass sich alle Facilitymanager der Klimapakt-Mitgliedsunternehmen regelmäßig zusammensetzen und über ihre jeweiligen Projekte sprechen und sich gegenseitig inspirieren und motivieren können.

Wie lautet diesbezüglich Ihre Unternehmensphilosophie, auch im Hinblick auf den Klimapakt/den Klimaschutz?
In unserem Leitbild steht „Wir handeln diakonisch und nehmen Verantwortung wahr.“ Und durch das Engagement im Klimaschutz nehme ich eine globale Verantwortung wahr. Das passt als diakonisches Unternehmen natürlich sehr gut. Hinter diesem Leitsatz stehen wir voll dahinter.

Was ist aus Ihrer Sicht die wichtigste Maßnahme bzw. der wichtigste Maßnahmenbereich, um in den nächsten fünf Jahren den Klimaschutz in Ihrem Unternehmen deutlich weiterzubringen?
Im Moment werden zwei Einfamilienhäuser, in denen Wohngruppen für Menschen mit Handicap leben, neu eingedeckt und isoliert. Das sind zentrale Maßnahmenbereiche – effiziente Gebäudeleittechnik, Energieverteilung, wirtschaftliche Verteilung etc. Das ist natürlich ein ständiger Prozess, wo wir die größten Investitionsmaßnahmen abgeschlossen haben, aber einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess verfolgen. Darüber hinaus sind wir auch bestrebt soweit wie möglich regional einzukaufen, angefangen bei den Eiern, Kartoffeln, Obst und Gemüse bis hin zum Stahl für die Metallverarbeitung. Dazu haben wir noch verschiedenste kleine Projekte.

Spüren Sie aufgrund von Energieeffizienz- und weiteren Klimaschutzmaßnahmen positive Auswirkungen für Ihr Unternehmen? Welche sind das?
Ja. Wir können beim Energieverbrauch, vor allem in der Fernwärme, genau nachvollziehen, wenn ein Gebäude energetisch aufgewertet wurde. Da sehen wir, wie der Verbrauch reduziert werden konnte und so sparen wir natürlich auch Geld.
Zudem müssen wir den Produktionsprozess betrachten. Da haben wir z.B. mit unserem Energie-Spar Waschsystem, in das wir vor einiger Zeit investiert haben, den täglichen Wasserverbrauch von 33 m³ auf 18 m³ reduziert. Zudem erzeugt man auch weniger Abwässer. Die Investition hat sich also eindeutig gelohnt.

Wissen Sie bereits, mit welcher Maßnahme oder in welchem Maßnahmenbereich Sie sich bei der Energie-Challenge 2016 des Klimapakts bewerben wollen?
Mit dem bereits angesprochenen kontinuierlichen Prozess und den Verbesserungen, die wir auf den einzelnen Ebenen durchgeführt haben. Es gibt auch noch verschiedene Maßnahmen, die wir im Auge haben, aber wo wir die Ideallösung noch nicht gefunden haben. Da beraten wir uns noch. Aber vielleicht nehmen wir für die Energie Challenge auch noch etwas Neues mit rein.

Wie motivieren und fördern Sie ggf. Ihre MitarbeiterInnen, um sich am betrieblichen Klimaschutz zu beteiligen und damit zum Erreichen Ihrer internen Klimaschutzziele beizutragen? Setzen Sie ggf. Anreize?
Die Kollegen machen sehr motiviert bei den „Wir radeln zur Arbeit“-Aktionen mit. Im Einzelnen ist es aber recht schwer etwas in diesem Bereich zu machen. Die Kernaufgaben der Kollegen und Kolleginnen liegen vor allem im Rehabilitationsprozess der Mitarbeitenden mit Handicap. Wir anderen, also z.B. die Hausbetriebstechnik und ich, wirken dabei vor allem unterstützend.

Haben Sie zu der Vision „Flensburg 2050 CO2-neutral“ eine Vorstellung oder ein Bild vor Augen, wie sich dieses in den verschiedenen Gesellschaftsbereichen widerspiegeln könnte? Ich hoffe, dass dadurch die Region weiter gestärkt wird und an Attraktivität gewinnt. Zum Beispiel im Tourismusbereich und durch neue Arbeitsplätze, die entstehen. Dass die Menschen hier oben dem Klimaschutz so positiv gegenüberstehen, zeigt eben auch, dass wir offen sind – offen für Neuerungen usw. Dann kommen auch Unternehmen und Investoren, die sagen, hier möchte ich gerne investieren, die Leute sind klasse und die Luft ist gut. Da sind wir einfach ein tolles Vorbild und machen somit auf uns aufmerksam. Zum Beispiel ist grade eine neue Kollegin aus dem Ruhrgebiet hier hochgezogen. Unter anderem wegen der Sportmöglichkeiten an der Küste. Und sie fand auch das Thema Klimaschutz total ergänzend, erzählte sie mir im Einführungsgespräch.

Wie versuchen Sie, sich privat im Alltag klimaschutzorientiert zu verhalten?
Wie schon erwähnt sind Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung auch für mich privat ein wichtiges Thema. Ich kaufe zum Beispiel nicht ständig Dinge neu und versuche meinen Konsum auf das Nötigste zu beschränken. Zudem richte ich mich beim Einkauf von Lebensmitteln auch danach, dass diese vor allem regional produziert und saisonal angeboten werden. Und danach lebe ich sehr gut.

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Interview mit dem Kaufmännischen Direktor Helmut Andresen und seinem Klimaschutzteam

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Das Klimaschutzteam der Malteser: Ingmar Koch (Leiter Einkauf), Franziska Mumm (Presse- & Öffentlichkeitsarbeit), Helmut Andresen (Kaufmännischer Direktor) und Carsten Godbersen (Technischer Leiter) (v.l.n.r.).

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Interview mit Werksdirektor Wolfgang Theis und seinem Team

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Interview mit Geschäftsführer Günter Fenner

Günter Fenner, Geschäftsführer der Mürwiker Werkstätten GmbH mit Till Fuder, Klimaschutzmanager der Stadt Flensburg (v.l.n.r.).

Zwei flinke Boxer jagen die quirlige Eva und ihren Mops durch Sylt. Franz jagt im komplett verwahrlosten Taxi quer durch Bayern.

Zwölf Boxkämpfer jagen Viktor quer über den großen Sylter Deich. Vogel Quax zwickt Johnys Pferd Bim. Sylvia wagt quick den Jux bei Pforzheim.

Polyfon zwitschernd aßen Mäxchens Vögel Rüben, Joghurt und Quark. „Fix, Schwyz! “ quäkt Jürgen blöd vom Paß.

Victor jagt zwölf Boxkämpfer quer über den großen Sylter Deich. Falsches Üben von Xylophonmusik quält jeden größeren Zwerg. Heizölrückstoßabdämpfung.

Zwei flinke Boxer jagen die quirlige Eva und ihren Mops durch Sylt. Franz jagt im komplett verwahrlosten Taxi quer durch Bayern.

Zwölf Boxkämpfer jagen Viktor quer über den großen Sylter Deich. Vogel Quax zwickt Johnys Pferd Bim. Sylvia wagt quick den Jux bei Pforzheim.

Polyfon zwitschernd aßen Mäxchens Vögel Rüben, Joghurt und Quark. „Fix, Schwyz! “ quäkt Jürgen blöd vom Paß. Victor jagt zwölf Boxkämpfer quer über den großen Sylter Deich.

Falsches Üben von Xylophonmusik quält jeden größeren Zwerg. Heizölrückstoßabdämpfung. Zwei flinke Boxer jagen die quirlige Eva und ihren Mops durch Sylt. Franz jagt im komplett verwahrlosten Taxi quer durch Bayern. Zwölf Boxkämpfer jagen Viktor quer über den großen Sylter Deich. Vogel Quax zwickt Johnys Pferd Bim. Sylvia wagt quick den Jux.

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Interview mit dem Vorstandsvorsitzendem Raimund Dankowski und Frank Jürgensen

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flensburg

Interview mit Bürgermeister Henning Brüggemann

Bürgermeister Henning Brüggemann (Mitte) mit seinem Klimaschutz-Team Martin Beer, Ann-Kathrin Wild, Eyke Bittner und Till Fuder (v.l.n.r.) und den Energiemanagern aus dem Fachbereich Vermögen Hans-Werner Schwennsen und Boris Adams.

Bürgermeister Henning Brüggemann (Mitte) mit seinem Klimaschutz-Team Martin Beer, Ann-Kathrin Wild, Eyke Bittner und Till Fuder (v.l.n.r.) und den Energiemanagern aus dem Fachbereich Vermögen Hans-Werner Schwennsen und Boris Adams.

Worin besteht Ihre persönliche Motivation, sich mit der Stadt für den Klimapakt/Klimaschutz einzusetzen?
Die Motivation ist natürlich: unsere Stadt muss ein Vorbild sein. Es ist ein strategisches Ziel, dass sich die Stadt Flensburg für den Klimaschutz einsetzt und die Ziele des Klimapakts umsetzt. Mit der CO2-Neutralität 2050 und dem Weg dorthin können wir als Stadt daher ein gutes Beispiel liefern – nicht nur lokal, sondern auch national und darüber hinaus. Meine persönliche Motivation ist daher, die Ziele, hinter denen ich eins-zu-eins stehe, auch umzusetzen. Da habe ich natürlich auch eine Doppelrolle – zum einen als Bürgermeister und zum anderen als Vorsitzender des Klimapakts…

Wie lautet diesbezüglich Ihre Philosophie, auch im Hinblick auf den Klimapakt/den Klimaschutz?
Die Stadt Flensburg ist der zentrale Treiber für den Klimaschutz hier in Flensburg. Einerseits, indem wir selber Leistungen anbieten und umsetzen, die dem Klimaschutz zugutekommen (z.B. durch alternative Mobilitätsformen und eine aktive energetische Sanierung) und andererseits, indem wir einen geeigneten Rahmen für die städtischen Akteure schaffen, dies auch zu tun. Und das funktioniert.

Was ist aus Ihrer Sicht die wichtigste Maßnahme bzw. der wichtigste Maßnahmenbereich, um in den nächsten fünf Jahren den Klimaschutz bei der Stadt deutlich weiterzubringen?
Als wichtigste Maßnahme sehe ich den Bewusstseinswandel. Wir müssen weg kommen von unseren eingefahrenen Denkstrukturen, denn oft ist es nur die Gewohnheit, die uns davon abhält, klimaschonende Alternativen zu erwägen. Zum Beispiel im Bereich Mobilität: Wir setzen uns ins Auto, weil es für uns normal ist, auf diese Weise von A nach B zu kommen. Da müssen wir ansetzen, diese Gewohnheiten zu ändern und klimaschonendere Alternativen aufzeigen – das Fahrrad, der ÖPNV oder man geht zu Fuß. Das ist ein Punkt, wo noch viel passieren muss und wo wir als Stadt natürlich auch die Angebote und Anreize schaffen müssen, damit es mehr Spaß macht und einfacher ist. Es ist daher ein überaus wichtiger Aspekt öffentlich zu wirken und zu zeigen: man kann auch anders. Nur durch dieses „Bewusstmachen“ kann auch eine Änderung stattfinden. Und da haben wir mit dem Klimapakt ein tolles Instrument öffentlich zu wirken und die Menschen dazu zu mobilisieren, die eigenen Gewohnheiten zu hinterfragen. Beispielsweise durch Kampagnen wie „Wir radeln immer noch zur Arbeit“ oder durch Kooperationen mit den Flensburger Busunternehmen. Das sind alles Aktionen, wo wir die Menschen hier vor Ort darauf aufmerksam machen wollen: es gibt Alternativen, die Spaß machen. Da sind wir, denke ich, auch schon auf einem richtigen und guten Weg.

Spüren Sie aufgrund von Energieeffizienz- und weiteren Klimaschutzmaßnahmen positive Auswirkungen für die Stadt? Welche sind das?
Ja, da gibt es einige. Das beginnt bei der energetischen Optimierung der kommunalen Liegenschaften, bis hin zu kleinen Maßnahmen, indem beispielsweise die Glühbirnen ausgetauscht werden. Das werden wir in den nächsten Jahren noch intensivieren. Es zeigt sich, dass wir dadurch große Energieeinsparungen haben, was nicht nur finanziell attraktiv ist, sondern eben auch dem Klimaschutz dient.

Wissen Sie bereits, mit welcher Maßnahme oder in welchem Maßnahmenbereich Sie sich bei der Energie-Challenge 2016 des Klimapakts bewerben wollen?
Es geht ja vor allem darum, dass man die Kolleginnen und Kollegen für die Energie-Challenge interessiert und mobilisiert. Daher werden mein Klimaschutz-Team und ich im Februar einen Workshop mit allen interessierten Mitarbeitern durchführen, wo Ideen für geeignete Maßnahmen gesammelt und diskutiert werden können. Das Wissen steckt in den Köpfen der Kolleginnen und Kollegen und ich hoffe, dass durch den Workshop dieses ins Bewusstsein gerufen wird und viele tolle Ideen ans Licht kommen. Diesbezüglich haben auch schon mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Maßnahmenvorschläge vorgestellt und ich glaube, wenn wir jetzt noch weiter in die Diskussion gehen, kommen wir auf viele andere Punkte. Ich bin sicher, dass es da gute Ergebnisse und Maßnahmen geben wird, die durchaus auch eine Vorbildfunktion haben werden – für das Verhalten hier im Haus, aber vielleicht auch darüber hinaus für die anderen Klimapakt-Mitglieder.

Wie motivieren und fördern Sie ggf. Ihre MitarbeiterInnen, um sich am betrieblichen Klimaschutz zu beteiligen und damit zum Erreichen Ihrer internen Klimaschutzziele beizutragen? Setzen Sie ggf. Anreize?
Auch ich selbst habe da natürlich eine Vorbildfunktion. Aber ich denke, ich bin diesbezüglich recht authentisch und nicht der, der Wasser predigt und Wein trinkt. Darüber hinaus ist es natürlich schwierig in einer öffentlichen Verwaltung aktiv mit Anreizen, die eben auch Geld kosten, zu arbeiten. Letztendlich sind wir auch Treuhänder der Steuerzahler.  Das hat auch mit der öffentlichen Wahrnehmung einer Verwaltung zu tun – es wird kritisch begutachtet, was man tut. So gesehen muss man da die Gratwanderung hinbekommen. Nichtsdestotrotz bieten wir momentan natürlich auch Möglichkeiten, um die Kolleginnen und Kollegen zu motivieren, sich klimaschützend zu verhalten. Wie bereits erwähnt z.B. im Rahmen einer klimafreundlichen Dienstmobilität. Wir haben mehrere E-Bikes und Dienstfahrräder, ein Lastenrad, E-Autos und wir beteiligen uns beim Carsharing. Das sind gute Ansatzpunkte, die auch den Haushalt schonen. Hier müssen wir aber noch besser werden.

Haben Sie zu der Vision „Flensburg 2050 CO2-neutral“ eine Vorstellung oder ein Bild vor Augen, wie sich dieses in den verschiedenen Gesellschaftsbereichen widerspiegeln könnte?
Es geht in die Richtung, dass man ein reduzierteres Stadtbild mit mehr Qualitäten hat. Das eine Thema sind die Autos, die überall rumstehen. Es ist doch absurd, dass wir hier in Flensburg hohe und gute Denkmalschutzstandards haben, uns dann aber den öffentlichen Raum mit Blech „zumüllen“. Ich kann mir ferner mehr Klarheit in der Stadt vorstellen, die nicht primär auf bauliche Lösungen setzt, sondern das Zusammenleben noch stärker im Fokus hat.  Wir alle denken, dass es von allem immer mehr geben müsse. Diese Mehr-Mentalität taucht auch im Stadtbild auf. Ich bin überzeugt, dass das auf sehr lange Sicht der falsche Weg ist. Wir leben in einer endlichen Welt, Ressourcen sind nur begrenzt vorhanden. Irgendwann werden wir an unsere Grenzen geraten. Soweit sind wir aber momentan noch nicht, es geht eher noch weiter massiv in Richtung Wachstum. Auch weil wir dem Paradigma anhängen, dass Wachstum unsere Probleme löst. Dennoch kann ich mir vorstellen, dass wir auf lange Sicht, bis 2050 sind es noch 34 Jahre, dort ein Umdenken haben werden. Ich hoffe, dass wir davon wegkommen, quantitatives Wachstum als oberstes Ziel zu sehen, sondern Lebensqualität anders definieren, als von allem immer mehr haben zu müssen. So gesehen kann ich mir vorstellen, dass man eine reduzierte Variante Flensburgs erlebt – in einer anderen und vielleicht auch besseren Qualität. Das ist noch sehr abstrakt und unkonkret, aber so kann ich es umschreiben, wenn man es visionär angeht.

Wie versuchen Sie, sich privat im Alltag klimaschutzorientiert zu verhalten?
Ich versuche Mobilität bewusster zu denken. Wir haben vor kurzem zu Hause das Auto abgeschafft und nutzen nun das Carsharing-Angebot. Wenn man nicht mehr die Selbstverständlichkeit eines Autos vor der Haustür hat, dann ändert sich automatisch auch das Mobilitätsverhalten. Wir haben in einem Dreivierteljahr erst fünf Mal ein Auto für Privatfahrten gebraucht. Alles andere kann man mit dem Fahrrad oder Bus machen. Und das funktioniert – auch zu dieser Jahreszeit. Das ist ein Aspekt, wo ich sage, einfach mal probieren! Zudem bekommt man ein anderes Gefühl für Zeit. Man muss beispielsweise planen, wann fährt der Zug oder Bus, oder die zusätzliche Zeit mit einplanen, die man im Vergleich zum Auto mit dem Fahrrad länger braucht – außerhalb der Stoßzeiten. Dafür hat man sich aber das Fitness-Studio oder die Jogging-Runde gespart. Ein anderer Aspekt ist, dass wir im Bereich Ernährung versuchen, regionale Produkte zu kaufen. Das funktioniert zwar nicht immer, aber schon allein dadurch, dass es im Familienkreis diskutiert und reflektiert wird, hilft dabei, es sich bewusst zu machen.

Das sind alles Ansatzpunkte, wo ich sagen kann, das ist authentisch, was ich hier in meiner Funktion vermitteln will und dem was ich im Privaten praktiziere.

Stadtwerke Flensburg-Geschäftsführer Maik Render freut sich gemeinsam mit Elisabeth Kose (Projektmanagerin Energie-Challenge) und Klaus Schrader (Geschäftsführer Klimapakt Flensburg) auf die bevorstehende Challenge.

Interview mit Geschäftsführer Maik Render

Stadtwerke Flensburg-Geschäftsführer Maik Render mit Elisabeth Kose (Projektmanagerin Energie-Challenge) und Klaus Schrader (Geschäftsführer Klimapakt Flensburg).

Stadtwerke Flensburg-Geschäftsführer Maik Render mit Elisabeth Kose (Projektmanagerin Energie-Challenge) und Klaus Schrader (Geschäftsführer Klimapakt Flensburg).

Worin besteht Ihre persönliche Motivation, sich mit Ihrem Unternehmen für den Klimapakt/Klimaschutz einzusetzen?
Render: Ich setze mich intensiv mit dem Weltgeschehen auseinander und bin auch Vater. So resultiert meine persönliche Motivation vor allem daraus, dass ich nicht möchte, dass wir heute zu Lasten unserer Erbengenerationen derart viele Ressourcen verbrauchen, wie wir es aktuell tun.

Wie lautet diesbezüglich Ihre Unternehmensphilosophie, auch im Hinblick auf den Klimapakt/den Klimaschutz?
Render: Die Stadtwerke Flensburg sind schon sehr lange Vorreiter in Sachen Klimaschutz. Mit der Etablierung der Kraft-Wärme-Kopplung 1969 fing alles an – Strom und Wärme werden seitdem gleichzeitig in einem gekoppelten Prozess produziert. Die daraus resultierende hohe Effizienz mit einer Brennstoffausnutzung von über 80% bringt neben wirtschaftlichen Gesichtspunkten auch Vorteile für die Umwelt. Flensburg ist heute die einzige größere Stadt in Deutschland, die mit nahezu 100% Fernwärme versorgt wird – ökologischer geht es kaum.
Seit 2011 haben wir das Ziel immer grüner zu werden in unserer Unternehmensstrategie als eines von zwei Pflichtzielen verankert. Hier ist auch die konsequente Einhaltung eines Öko-Pflichtkatalogs festgelegt. Zudem haben wir uns Rahmenparameter auferlegt. So darf grüne Energie-Gewinnung niemals wieder durch andere Energie-Erzeugungsmaßnahmen ersetzt werden. Was einmal grün ist, bleibt grün!

Was ist aus Ihrer Sicht die wichtigste Maßnahme bzw. der wichtigste Maßnahmenbereich, um in den nächsten fünf Jahren den Klimaschutz in Ihrem Unternehmen deutlich weiterzubringen?
Render: Vor einigen Jahren haben wir das Projekt „greenco2ncept“ gestartet. Ziel ist unser Kraftwerk bis 2050 CO2-neutral zu betreiben. Dafür haben wir die größte Investition der Geschichte der Stadtwerke getätigt und zwei alte Kohlekessel durch eine neue moderne Gas- und Dampfturbinenanlage ersetzt. Diese stößt bei gleicher Leistung fast 40% weniger CO2 aus. Das ist ein extrem großer Schritt, sowas passiert alle 20-25 Jahre.
Jetzt stellt sich natürlich die Frage, was machen wir als nächstes? Im Fokus stehen nun viele kleine Maßnahmen, wie z.B. die Einbindung einer Biogasanlage oder auch die Nutzung von Klärwerk-Fernwärme. Durch diese „kleinen“ Schritte, können wir aber auch sehr viel erreichen.
Ein weiteres Handlungsfeld, das zunächst einmal nicht „grün“ erscheint, ist die kontinuierliche Erhöhung der Effizienz in unserem Kraftwerk. Viele Menschen polarisieren zur Zeit sehr stark: Grüne Energie ist das Beste und Kohle steht auf der anderen Seite der Skala. Aber so einfach ist das nicht. Durch die Verbesserung unseres Wirkungsgrads um 1 % können wir fast 2.500 t Kohle und somit rund 9.000 t CO2 sparen. Das ist nur eine der Maßnahmen, die wir auf unserer Treppe hin zur CO2-Neutralität 2050 verfolgen. Technisch können wir die Neutralität sicherlich auch schon ab morgen umsetzen, aber das wäre mit immensen Kosten verbunden, die sich dann in den Preisen widerspiegeln würden.

Spüren Sie aufgrund von Energieeffizienz- und weiteren Klimaschutzmaßnahmen positive Auswirkungen für Ihr Unternehmen? Welche sind das?
Render: Die Mitarbeiter sind sehr motiviert, da sie nachvollziehen können, dass Energiesparen sinnvoll ist. Wir gestalten unsere Aktivitäten sehr transparent und kommunizieren es auch, wenn wir Energieeinsparungen erfolgreich umgesetzt haben. Damit sparen wir zudem Geld. Das geben wir im Rahmen unseres Vorschlagswesens an die Mitarbeiter weiter und können dann sagen – ihr habt das mit eurem Engagement verdient!

Schrader: Hinzu kommt ein deutlicher Image-Gewinn, denn auch die Kunden sehen was wir tun. Aber auch das Netzwerk, das durch die Klimapakt-Mitgliedschaft zusammen mit den anderen Akteuren entsteht ist positiv zu erwähnen – man tauscht sich aus und motiviert sich gegenseitig.

Wissen Sie bereits, mit welcher Maßnahme oder in welchem Maßnahmenbereich Sie sich bei der Energie-Challenge 2016 des Klimapakts bewerben wollen?
Render: Wir haben Ideen ohne Ende. Speisewasser-Rückgewinnung, Hallenabwärme-Nutzung, E-Autos – grade heute haben wir einen Förderbescheid bekommen, um in den nächsten 13 Monaten sieben neue Elektrofahrzeuge kaufen zu können. Wir haben auch eine eigene Fahrradfahr-Aktion. Jeder Mitarbeiter, der mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt, erhält einen Stempel und sobald die Stempelkarte voll ist, gibt es eine kleine monetäre Anerkennung. Unter allen Maßnahmen wird Herr Schrader ein, zwei auswählen, mit denen wir uns dann für die Energie-Challenge bewerben.

Wie motivieren und fördern Sie ggf. Ihre MitarbeiterInnen, um sich am betrieblichen Klimaschutz zu beteiligen und damit zum Erreichen Ihrer internen Klimaschutzziele beizutragen? Setzen Sie ggf. Anreize?
Render: Zunächst einmal möchte ich persönlich ein Vorbild für die Kolleginnen und Kollegen sein. Bei der „Wir radeln zur Arbeit“-Kampagne bin ich mit dem Fahrrad zur Arbeit gekommen. Oder ich mache das Licht aus, wenn ich aus dem Büro gehe. Das sind Kleinigkeiten, die aber kumuliert ein großes Potenzial haben Energie zu sparen. Darauf müssen wir aber auch hinweisen. Nicht mit Druck, das funktioniert nicht. Sondern indem wir die Einsparungen transparent kommunizieren oder auch mal mit einem zwinkernden Auge Aufklärung leisten. Wir haben beispielsweise einige Videos gedreht, in denen wir auf humorvolle Weise und nicht mit dem Zeigefinger auf Energiesparmöglichkeiten hinweisen. Ein Spot hat Druckluftverluste im Kraftwerk als Thema. Wenn die Mitarbeiter hier ein Leck finden und darauf hinweisen oder andere Energieeinsparmaßnahmen vorschlagen, gibt es nach Art des betrieblichen Vorschlagswesens Prämien. So versuchen wir die Mitarbeiter zu motivieren.

Haben Sie zu der Vision „Flensburg 2050 CO2-neutral“ eine Vorstellung oder ein Bild vor Augen, wie sich dieses in den verschiedenen Gesellschaftsbereichen widerspiegeln könnte?
Render: Persönlich glaube ich, dass man vieles sehr viel schneller umsetzen könnte. Gerade in dem Dreieck Fahrräder, Fußgänger und Auto. Wer schon mal in einer Stadt wie Kopenhagen Fahrrad gefahren ist, in der das Radfahren von der Politik stark vorangetrieben wird, der weiß wie es auch anders gehen kann. Nur Fahrräder bedeutet auch weniger Lärm. Überlegen Sie doch auch mal wie viel mehr Platz man ohne Autos in der Flensburger Innenstadt oder direkt am Wasser hätte. Ich denke 2050 werden wir ganz anders mobil sein. Auch Strom aus erneuerbaren Energien wird technisch kein Thema mehr sein. Wohnen werden wir jedoch ähnlich wie heute, denke ich.
Persönlich bin ich unzufrieden damit, dass alles so langsam voran geht. Da braucht es mehr Unterstützung von der Verwaltungsseite. Als Stadtwerke sind wir gemessen an anderen Energieversorgern in unserer Entwicklung aber sehr schnell. Insgesamt bin ich mir sicher, die CO2-Neutralität 2050 zu schaffen!

Wie versuchen Sie, sich privat im Alltag klimaschutzorientiert zu verhalten?
Render: Ich versuche, so viel wie möglich mit dem Fahrrad zu fahren. Zum Beispiel zum Einkaufen – eine Kiste Bier schaffe ich schon noch (lacht). Dazu bin ich vor allem durch die Klimapakt-Kampagne „Wir radeln zur Arbeit“ gekommen. Ich habe mir gesagt, jetzt bist du im Klimapakt-Vorstand, jetzt machst du das. Meine Lebensqualität hat sich dadurch auch verbessert.
Vor ein paar Jahren hat die Klasse meines Sohns das Thema Plastiktüten bearbeitet. Seitdem gibt es jedes Mal etwas auf die Finger, wenn ich eine Plastiktüte beim Einkaufen benutze. Der Stoffbeutel ist inzwischen Normalität. Kein Mensch braucht Plastiktüten. Zudem habe ich natürlich Ökostrom von den Stadtwerken zu Hause.

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Interview mit Geschäftsführer Heiko Ewen

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Jochen Schmidt (Technischer Leiter), Burkhard Andresen (Leiter Instandhaltung) und Geschäftsführer Heiko Ewen (v.l.n.r.) vor dem Blockheizkraftwerk im Klärwerk am Kielseng.

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Interview mit Sven Gorzelniaski und Jan-Hendrik Möser

Jan-Hendrik Möser (Geschäftsführer VGSF – 1.v.l.) und Sven Gorzelniaski (Geschäftsführer Omnibusbetrieb Gorzelniaski) mit ihren Kolleginnen und Kollegen Lena Uhle, Natascha Neubert, Florian Scheufler, Andreas Meng, Julia Andersen und Ralf Hansen-Borg (v.l.n.r.).

Freilebende Gummibärchen gibt es nicht. Man kauft sie in Packungen an der Kinokasse. Dieser Kauf ist der Beginn einer fast erotischen und sehr ambivalenten Beziehung Gummibärchen-Mensch. Zuerst genießt man. Dieser Genuß umfaßt alle Sinne. Man wühlt in den Gummibärchen, man fühlt sie. Gummibärchen haben eine Konsistenz wie weichgekochter Radiergummi. Die Tastempfindung geht auch ins Sexuelle. Das bedeutet nicht unbedingt, daß das Verhältnis zum Gummibärchen ein geschlechtliches wäre, denn prinzipiell sind diese geschlechtsneutral. Nun sind Gummibärchen weder wabbelig noch zäh; sie stehen genau an der Grenze. Auch das macht sie spannend. Gummibärchen sind auf eine aufreizende Art weich. Und da sie weich sind, kann man sie auch ziehen. Ich mache das sehr gerne. Ich sitze im dunklen Kino und ziehe meine Gummibärchen in die Länge, ganz ganz langsam. Man will sie nicht kaputtmachen, und dann siegt doch die Neugier, wieviel Zug so ein Bärchen aushält. (Vorstellbar sind u.a. Gummibärchen-Expander für Kinder und Genesende). Forscherdrang und gleichzeitig das Böse im Menschen erreichen den Climax, wenn sich die Mitte des gezerrten Bärchens von Millionen Mikrorissen weiß färbt und gleich darauf das zweigeteilte Stück auf die Finger zurückschnappt. Man hat ein Gefühl der Macht über das hilflose, nette Gummibärchen. Und wie man damit umgeht: Mensch erkenne dich selbst! Jetzt ist es so, daß Gummibärchen ja nicht gleich Gummibärchen ist. Ich bevorzuge das klassische Gummibärchen, künstlich gefärbt und aromatisiert. Mag sein, daß es eine Sentimentalität ist. Jedenfalls halte ich nichts von neuartigen Alternativ-Gummibärchen ohne Farbstoff (»Mütter, mit viel Vitamin C«), und auch unter den konventionellen tummeln sich schwarze Schafe: die schwarzen Lakritz-Bärchen. Wenn ich mit Xao im Kino bin, red ich ihm so lange ein, daß das die besten sind, bis er sie alle ißt. Sie schmecken scheußlich und fühlen sich scheußlich an. Dagegen das schöne, herkömmliche Gummibärchen: allein wie es neonhaft vom Leinwandleuchten illuminiert, aber ganz ohne die Kühle der Reklameröhren! Die nächste prickelnde Unternehmung ist das Kauen des Gummibärchens. Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel. Man könnte zubeißen, läßt aber die Spannung noch steigen. Man quetscht das nasse Gummibärchen zwischen Zunge und Gaumen und glibscht es durch den Mund. Nach einer Zeit beiße ich zu, oft bei nervigen Filmszenen. Es ist eine animalische Lust dabei. Was das schmecken angeht. wirken Gummibärchen in ihrer massiven Fruchtigkeit sehr dominierend. Zigaretten auf Gummibärchen schmecken nicht gut. Anführen sollte man auch noch: manche mögen die Grünen am liebsten, manche die Gelben. Ich mag am liebsten die Roten. Sie glühen richtig rot, und ihr Himbeergeschmack fährt wie Napalm über die Geschmacksknospen. Eine meiner Lieblingsphantasien, wo es um Gummibärchen geht, ist der Gummibär. Ich will einen riesigen Gummibären. Jeder wahre Gummibärchen-Gourmet wird mich verstehen. Ebenfall phantasieanregend können sie eingesetzt werden zum Aufbau verschiedener »Orgiengruppen- Modelle« oder als »Demonstrationsobjekt für wirbellose Tiere«. Abgesehen vom diabolischen Lustgewinn müßte man die Bärchen gar nicht zerreißen. Sie sind ja durchscheinend. Zu behaupten, daß sich im Gummibärchen das Wesen aller Dinge offenbart, finde ich keinesfalls als gewagt. Wer schon einmal über einem roten Gummibärchen meditiert hat, weiß von diesen Einsichten. Wenn ich das Kino verlasse oder die Packung einfach leergegessen ist, habe ich meist ein Gefühl, als hätte mir einer in den Magen getreten. Hier schläft die gesteigerte Intensität – als deren Ursache den Gummibärchen durchaus der Charakter einer Droge zuerkannt werden kann – ins Negative um, in den Überdruß. In dichter und geraffter Form spiegelt sich im Verhältnis zum Gummibärchen eine menschliche Love-Affair wider. Nie wieder Gummibärchen, denke ich jedesmal. In der Zwischenzeit lächle ich dann über den Absolutheitsanspruch den diese Momente erheben. Schon zu Hause beunruhigen mich wieder Gerüchte über einen Marktvorstoß der Japaner mit Gummireis oder Gummischweinen. Und wieder und wieder geht es mir durch den Kopf: Gummibärchen sind Spitze.