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Die Beleuchtung ist branchenübergreifend die effizienteste Energiesparmaßnahme mit den höchsten Energiekosteneinsparungen. In der Regel liegt diese Quote bei rund 70% (Link). Hohe Einsparungen sind auch in den Bereichen Druckluft (50% Link), Pumpensysteme (30% Link) und Kälte- und Kühlwasseranlagen (30% Link) zu generieren. Nachfolgend können Sie den durchschnittlichen Strom-/ Wärme-/ und Brennstoffverbrauch im Sektor „Gewerbe / Handel / Dienstleistungen“ (GHD) entnehmen.

Quellen: Eigene Berechnung auf Basis Schlomann et al, März 2013

Branchen

Unter den folgenden Reitern finden Sie zu ausgewählten Branchen genauere Einsparpotentiale.

Baugewerbe

Spezifischer Energieverbrauch im Baugewerbe

Durch den heterogenen Aufbau der Betriebe im Baugewerbe hinsichtlich der Struktur und der Größe wird zwischen Bauhaupt- und Ausbaugewerbe unterschieden. Im Bauhauptgewerk liegen die Schwerpunkte bei Hoch-, Fertig- und Tiefbau und beim Ausbaugewerbe bei den Installateuren und Malern. Bei den Energieverbräuchen im Baugewerk ist zu beachten, dass die auf der Baustelle anfallenden Energiekosten meist nicht über das Baugewerk abgerechnet werden.

Das unten aufgeführte Diagramm zeigt den spezifischen Stromverbrauch von Baubetrieben. Der Hauptanteil entfällt auf die Beleuchtung mit 47 %, weitere 18 % auf die mechanische Energie (Drucker, Laptop usw.), 13 % auf das Warmwasser, 8 % auf die Raumwärme, 8 % auf die Prozesskälte und jeweils 3 % auf die Prozesswärme und Klimakälte. Der durchschnittliche Stromverbrauch pro Erwerbstätigem (EW) im Bereich Baugewerbe liegt bei 1.402 kWh/EW. Mit dem Excel-Tool (Effizienz-Tool) können Sie den Energieverbrauch Ihres Unternehmens mit dem Bezugswert des Branchendurchschnitts (Benchmark) vergleichen.

Quelle: Eigene Berechnung auf Basis Schlomann et al, März 2013

 

Einsparpotentiale:

Das Durchschnittsalter der Beleuchtungsanlagen im Bereich Baugewerbe beträgt 12,3 Jahre. Überwiegend werden in den Betrieben Leuchtstoffröhren verwendet, deren Brenndauer bei ca. 8 Std. täglich liegt. Eine LED-Röhre hat im Vergleich zu einer Leuchtstoffröhre eine dreimal höhere durchschnittliche Lebensdauer (Gemäß der Erhebungen von Schlomann et al., 2013). Bei Einsatz von zusätzlichen Bewegungs- und Präsenzmeldern sowie Tageslichtsensoren, kann bei Austausch der alten Beleuchtungssysteme eine Energieeinsparung von ca. 70-90 % erzielt werden.

Zur Info:

Mit dem Austausch der Beleuchtungsanlage können schnell 1/3 der Stromkosten eingespart werden. Bei Betrieben mit einer großen Dachfläche ist eine Photovoltaikanlage mit Auslegung auf Eigenbedarfsnutzung eine wirtschaftliche Investition.

Unter den folgenden Links finden Sie weitere Informationen zu den Themen:

 

Den größten Anteil am Wärme und Brennstoffverbrauch im Baugewerbe macht der Heizenergieverbrauch aus mit 77 %. 18% des Wärme- und Brennstoffverbrauchs entfallen auf die mechanische Energie, 3% auf die Warmwassererzeugung und 1% auf die Klimakälte.

Quelle: Eigene Berechnung auf Basis Schlomann et al, März 2013

Einsparpotentiale:

Die größten Einsparpotentiale liegen in der Ertüchtigung der Gebäudehülle und der Heizungserneuerung und -optimierung. Diese Maßnahmen sind jedoch mit hohen Investitionen verbunden. Mit dem hydraulischen Abgleich und dem Austausch von Umwälzpumpen oder Warmwasser-Zirkulationspumpen können Energiekosten mit einem geringen Aufwand eingespart werden. Weitere Einsparpotentiale liegen im Nutzerverhalten: Das richtige Lüften und Heizen ist hierbei entscheidend (Merkblatt).

Best Practice Beispiel

Durch den Austausch von Hocheffizienzpumpen und weiteren Maßnahmen spart das Elektrounternehmen Wieser (Familienbetrieb ca.15 Angestellte)

Energieeinsparung: 785 kWh/a
Kosteneinsparung: 160 Euro/a
CO2-Einsparung: 0,4 t/a

Die Firma J u. H Burmeister Tiefbau GmbH hat mit Hilfe eines Fachplaners ein Energiekonzept erstellt, das eine Kombination aus einem BHKW (Blockheizkraftwerk) und einer PV-Anlage (Photovoltaik) ist. Das BHKW versorgen ein Verwaltungsgebäude dessen Neubau und ein Wohngebäude mit Wärme.

Investition: 160.000 Euro
Amortisation BHKW: 5 Jahre
jährl. Einsparung: 26.000 Euro
Amortisation PV-Anlage: 10 Jahre
jährl. Einsparung: 5.000 Euro
KWK-Zuschuss: 3.300 Euro
CO2-Einsparung: 72,2 Tonnen

Büroähnliche Betriebe

Spezifischer Energieverbrauch im Büro ähnlichen Gewerbe

Im Bereich der büroähnlichen Betrieben finden sich Unternehmen, deren Tätigkeit überwiegend im Büro stattfindet (Versicherungen, Rechtsanwälte, Makler usw.). Je nach Ausstattung und Beschaffenheit der Arbeitsplätze variiert auch der Energiebedarf.

Das unten aufgeführte Diagramm zeigt den spezifischen Stromverbrauch von Bürobetrieben. Den Hauptanteil des Verbrauchs macht die Beleuchtung, sowie die Lüftung und Kühlung (LuK) mit 45 % und 37 % aus. Bei den weiteren Stromkosten entfallen 5 % auf die mechanische Energie (Drucker, Laptop usw.), 4 % auf die Raumheizung, 3 % auf die Klimakälte, 3 % auf das Warmwasser, sowie 2% und 1% auf Prozesskälte bzw. -wärme. Der durchschnittliche Stromverbrauch pro Erwerbstätigem (EW) im Bereich Bürobetriebe liegt bei 2.048 kWh/EW. Mit dem Excel-Tool (Effizienz-Tool) können Sie den Energieverbrauch Ihres Unternehmens mit dem Bezugswert des Branchendurchschnitts (Benchmark) vergleichen.

Quelle: Eigene Berechnung auf Basis Schlomann et al, März 2013

Einsparpotentiale:

Ein hohes Einsparpotential im Bereich der büroähnlichen Unternehmen liegt in der Optimierung der Klima- und Lüftungsanlagen. Bei der Erzeugung von Kälte, entsteht auch Wärme. Die Abwärme Nutzung mit Hilfe von Wärmerückgewinnungsanlagen ist in der Regel eine lohnende Maßnahme.

Nach den Erhebungen von Schlomann et al., 2015 beträgt das Durchschnittsalter der Beleuchtungsanlagen im Bereich büroähnlicher Betriebe 13,8 Jahre. Überwiegend werden in den Betrieben Leuchtstoffröhren verwendet, deren Brenndauer bei ca. 8 Std. täglich liegt. Eine LED-Röhre hat im Vergleich zu einer Leuchtstoffröhre eine dreimal höhere, durchschnittliche Lebensdauer. Bei Einsatz von zusätzlichen Bewegungs- und Präsenzmeldern sowie Tageslichtsensoren, kann bei Austausch der alten Beleuchtungssysteme eine Energieeinsparung von ca. 70-90 % erzielt werden.

Zur Info:

Mit dem Austausch der Beleuchtungsanlage können schnell 1/3 der Energiekosten eingespart werden. Bei Betrieben mit einer großen Dachfläche ist eine Photovoltaikanlage mit Auslegung auf Eigenbedarfsnutzung eine wirtschaftliche Investition.

Unter den folgenden Links finden Sie weitere Informationen zu den Themen:

 

Die Raumheizung dominiert den Wärme- und Brennstoffverbrauch im Bereich der büroähnlichen Betriebe mit einem Anteil von 96 %, die weiteren 4 % entfallen auf den Warmwasserbedarf.

Quelle: Eigene Berechnung auf Basis Schlomann et al, März 2013

 

Einsparpotentiale:

Die größten Einsparpotentiale liegen in der Ertüchtigung der Gebäudehülle und der Heizungserneuerung und -optimierung.  Diese Maßnahmen sind jedoch mit hohen Investitionen verbunden. Mit dem hydraulischen Abgleich und dem Austausch von Umwälzpumpen oder Warmwasser-Zirkulationspumpen können mit einem geringem Aufwand Kosten eingespart werden. Weitere Einsparpotentiale liegen im Nutzerverhalten: Hier  ist das richtige Lüften und Heizen entscheidend (Merkblatt).

 

Best Practice Beispiele
  • Erocon AG Serverkühlung und Abwärme Nutzung link
  • Endress und Hauser E-Molität und freier Kühlung link
  • diakonia GmbH Thermostate und LED link

 

Die folgende Energiebilanz zeigt einen beispielhaften Energieverbrauch einer Arztpraxis.

Quelle: Eigene Berechnung auf Basis Schlomann et al, März 2013

Herstellungsbetriebe

Spezifischer Energieverbrauch bei Herstellungsbetriebe

Zu den Herstellungsbetrieben zählen Unternehmen in den Bereichen Metall-, Holz und Papierverarbeitung (Papier und Druckgewerbe) sowie Kfz (Werkstätten und Autohäuser).

Das unten aufgeführte Diagramm zeigt den spezifischen Stromverbrauch von Herstellungsbetrieben. Den Hauptanteil des Verbrauchs macht die Beleuchtung, sowie die die mechanische Energie (Maschinen, Geräte usw.) mit 39 % und 41 % aus. Bei den weiteren Stromkosten entfallen 10 % auf die Lüftung & Kühlung, 5 % auf die Raumwärme und 5 % auf das Warmwasser. Der durchschnittliche Stromverbrauch pro Erwerbstätigem (EW) im Bereich Bürobetriebe liegt bei 4.731 kWh/EW. Mit dem Excel-Tool (Effizienz-Tool) können Sie den Energieverbrauch Ihres Unternehmens mit dem Bezugswert des Branchendurchschnitts (Benchmark) vergleichen.

Quelle: Eigene Berechnung auf Basis Schlomann et al, März 2013

Einsparpotentiale:

Gewerbeübergreifend sind hohe Energieeinsparpotenziale in den Druckluft-, Lüftungs- und Absauganlagen zu erreichen. Energieeinsparungen von 30 -40 % sind in diesen Bereichen möglich. Bei größeren Druckluftanlagen empfiehlt es sich, die entstehende Abwärme bei der Drucklufterzeugung mit Hilfe von Wärmerückgewinnungsanlagen zu nutzen.

Nach den Erhebungen von Schlomann et al., 2015 beträgt das Durchschnittsalter der Beleuchtungsanlagen im Bereich der Herstellungsbetriebe 13,6 Jahre. Überwiegend werden in den Betrieben Leuchtstoffröhren verwendet, deren Brenndauer bei ca. 8 Std. täglich liegt. Eine LED-Röhre hat im Vergleich zu einer Leuchtstoffröhre eine dreimal höhere, durchschnittliche Lebensdauer. Bei Einsatz von zusätzlichen Bewegungs- und Präsenzmeldern sowie Tageslichtsensoren, kann bei Austausch der alten Beleuchtungssysteme eine Energieeinsparung von ca. 70-90 % erzielt werden.

Zur Info:

Mit dem Austausch der Beleuchtungsanlage können schnell 1/3 der Energiekosten eingespart werden. Bei Betrieben mit einer großen Dachfläche ist eine Photovoltaikanlage mit Auslegung auf Eigenbedarfsnutzung eine wirtschaftliche Investition.

Unter den folgenden Links finden Sie weitere Informationen zu den Themen:

 

Den größten Anteil am Wärme- und Brennstoffverbrauch im Herstellungsgewerbe macht mit 70 % der Raumwärmeverbrauch aus. Ein Anteil von 26% entfällt auf die Prozesswärme, 3% auf die Warmwassererzeugung und 1% auf die mechanische Energie.



Quelle: Eigene Berechnung auf Basis Schlomann et al, März 2013

Einsparpotentiale:

Die größten Einsparpotentiale liegen in der Ertüchtigung der Gebäudehülle sowie in der Heizungserneuerung und -optimierung. Diese Maßnahmen sind jedoch mit hohen Investitionen verbunden. Mit dem hydraulischen Abgleich und dem Austausch von Umwälzpumpen oder Warmwasser-Zirkulationspumpen können Energiekosten mit einem geringen Aufwand eingespart werden. Bei der Optimierung der Prozesswärme (wie z.B. im Fall von Trocknungsanlagen) kann mit Hilfe von Wärmerückgewinnungsanlagen der Wärmeverbrauch effizienter genutzt werden. Weitere Einsparpotentiale liegen im Nutzerverhalten: Hier sind das richtige Lüften, Heizen und der energiesparende Umgang mit Maschinen entscheidend (Merkblatt).

 

Best Practice Beispiele:
  • CAPiTA MFG Gmb Herstellung Snowboards link
  • Firma Bauer Umsetzung von zahlreichen Energieeffizienzmaßnahmen link
  • Firma Müller Druckkompressoren link
  • Schwabener Maschinenbau LED PV link
  • Meyer & Horn Wärmerückgewinnung Druckluft link

 

Zur Info:

In Produktionshallen ist häufig die Wärmedistribution in der Halle ein Problem, da sich die Wärme unter dem Hallendach staut und sich nicht richtig verteilt. Eine effiziente Lösung können Bspw. Deckenstrahlplatten sein, die durch Wärmestrahlung nur den Boden bzw. die Objekte in der Halle erwärmt –ähnlich wie bei der Sonne.

Die folgende Energiebilanz zeigt einen beispielhaften Energieverbrauch einer Schreinerei.

Quelle: Eigene Berechnung auf Basis Schlomann et al, März 2013

Handel

Spezifischer Energieverbrauch im Handel

Durch den heterogenen Aufbau der Betriebe im Handel hinsichtlich der Struktur und Größe wird zwischen Groß- und Einzelhandel unterschieden. Energetisch bedeutsam ist die Unterscheidung nach Lebensmittelbetrieben (Supermärkte, Süßwaren) und Nonfood-Betrieben (Möbelgeschäft, Boutique usw.).

Das unten aufgeführte Diagramm zeigt den spezifischen Stromverbrauch im Handel. Den Hauptanteil des Verbrauchs macht die Beleuchtung aus mit 49 %. Bei den weiteren Stromkosten entfallen, 19 % auf die Prozesskälte, 9 % auf die Lüftung und Kühlung, 6 % auf die mechanische Energie, 6 % auf die Raumheizung, 3 % auf das Warmwasser, 3 % auf die Prozesswärme und 2% auf die Klimakälte. Der durchschnittliche Stromverbrauch pro Erwerbstätigem (EW) im Bereich Handel liegt bei 4.275 kWh/EW. Im Vergleich liegt der Einzelhandel Food zu Nonfood bei 7.247 kWh/EW zu 3.697 kWh/EW und im Großhandel Food zu Nonfood bei 5.318 kWh/EW zu 3.402 kWh/EW. Mit dem Excel-Tool (Effizienz-Tool) können Sie den Energieverbrauch Ihres Unternehmens mit dem Bezugswert des Branchendurchschnitts (Benchmark) vergleichen.

Quelle: Eigene Berechnung auf Basis Schlomann et al, März 2013

Einsparpotentiale:

Im Handel ist der Größte Stromverbrauch auf das Kühlen und Gefrieren von Lebensmittel zurück zu führen. Ein hohes Einsparpotential liegt vor allem in der Optimierung der Kühlgeräte durch Verflüssiger oder ein „Economiser“. Bei der Erzeugung von Kälte, entsteht auch Wärme. Die Abwärme Nutzung mit Hilfe von Wärmerückgewinnungsanlagen ist in der Regel eine lohnende Maßnahme.

Nach den Erhebungen von Schlomann et al., 2015 liegt das Durchschnittsalter der Beleuchtungsanlagen im Bereich Handel bei 13 Jahren. Überwiegend werden in den Betrieben Leuchtstoffröhren verwendet, deren Brenndauer bei ca. 8 Std. täglich liegt. Eine LED-Röhre hat im Vergleich zu einer Leuchtstoffröhre eine dreimal höhere, durchschnittliche Lebensdauer. Bei Einsatz von zusätzlichen Bewegungs- und Präsenzmeldern sowie Tageslichtsensoren, kann bei Austausch der alten Beleuchtungssysteme eine Energieeinsparung von ca. 70-90 % erzielt werden. Gerade in den Sozialräumen und Toiletten sind Bewegungsmelder und Lichtsensoren eine sich auszahlende Maßnahme.

Zur Info:

Mit dem Austausch der Beleuchtungsanlage können schnell 1/3 der Energiekosten eingespart werden. Durch die Modernisierung der Kühl- und Gefrieranlagen können 20 % Energie und mehr eingespart werden. (Bsp. Abwärme Nutzung). Bei Betrieben mit einer großen Dachfläche ist eine Photovoltaikanlage mit Auslegung auf Eigenbedarfsnutzung eine wirtschaftliche Investition.

Unter den folgenden Links finden Sie weitere Informationen zu den Themen:

 

Quelle: Eigene Berechnung auf Basis Schlomann et al, März 2013

Einsparpotentiale:

Die Raumheizung dominiert den Wärme- und Brennstoffverbrauch im Bereich Handel mit 96 %. Weitere 3 % entfallen auf den Warmwasserbedarf und 1 % auf die Klimakälte. Die größten Einsparpotentiale liegen in der Ertüchtigung der Gebäudehülle und der Heizungserneuerung und -optimierung. Diese Maßnahmen sind jedoch mit hohen Investitionen verbunden. Mit dem hydraulischen Abgleich und dem Austausch von Umwälzpumpen oder Warmwasser-Zirkulationspumpen können Energiekosten mit einem geringen Aufwand eingespart werden. Weitere Einsparpotentiale liegen im Nutzerverhalten: Hierbei ist das richtige Lüften und Heizen entscheidend.

 

Best Practice Beispiele:
  • Esso Station Wolfgang Jenuwein e.K. Tankstelle LED und Fußbodenheizung link
  • Lidl Klimatisierung link
  • famila Klima und Beleuchtung link
  • Autohaus Eichhorn Gbr LED und Heizungspumpen link

 

Zur Info:

Mit der Installation von Windfängern oder selbstschließenden Türen können mit geringem Aufwand Energiekosten eingespart werden

Die folgende Energiebilanz zeigt einen beispielhaften Energieverbrauch eines Supermarkts.

Quelle: Eigene Berechnung auf Basis Schlomann et al, März 2013

Beherbergung, Gaststätten, Heime

Spezifischer Energieverbrauch bei Beherbergungen, Gaststätten und Heime

Unter den Bereich Beherbergungen, Gaststätten und Heime fallen Hotels, Pensionen, Restaurants, Bars, Cafes und Kantinen. Durch den heterogenen Aufbau der Betriebe hinsichtlich der Struktur und Größe wird zwischen Hotel-, Gaststättengewerbe und Heime unterschieden.

Das unten aufgeführte Diagramm zeigt den spezifischen Stromverbrauch von Beherbergungen, Gaststätten und Heime. Den Hauptanteil des Verbrauchs macht die Beleuchtung, sowie die die mechanische Energie (Waschmaschinen, Fernseher usw.) mit 29 % und 26 % aus. Bei den weiteren Stromkosten entfallen 13 % auf die Prozesskälte, 11 % auf die Prozesswärme, 8 % auf die Raumheizung, 7 % auf das Warmwasser, 5 % auf die Lüftung und Kühlung (LuK) und 1 % auf die Klimakälte. Der durchschnittliche Stromverbrauch pro Erwerbstätigem (EW) im Bereich Beherbergung, Gaststätten und Heime liegt bei 4.703 kWh/EW. Mit dem Excel-Tool (Effizienz-Tool) können Sie den Energieverbrauch Ihres Unternehmens mit dem Bezugswert des Branchendurchschnitts (Benchmark) vergleichen.

Quelle: Eigene Berechnung auf Basis Schlomann et al, März 2013

Einsparpotentiale:

Ein hohes Einsparpotential in den Hotels liegt in der Optimierung der Klima- und Lüftungsanlagen. In der Gastronomie sind die großen Stromverbraucher vor allem die Kühl- und Gefriergeräte. Immer wenn Kälte erzeugt wird, entsteht auch Wärme. Diese Abwärme sollte sinnvoll genutzt werden mit Hilfe von Wärmerückgewinnungsanlagen. Einsparungen sind gerade durch die geringe Konditionierung (Versorgung des Raums mit Energie) von ungenutzten Räumen möglich.

Das Durchschnittsalter der Beleuchtungsanlagen im Bereich Beherbergung, Gaststätten und Heime beträgt 14,5 Jahre. In den Hotels und Gaststätten werden überwiegend Leuchtstoffröhren, Halogenlampen und Glühlampen verwendet, deren Brenndauer bei ca. 8 Std. täglich liegt. Eine LED-Röhre hat im Vergleich zu einer Leuchtstoffröhre eine dreimal höhere, durchschnittliche Lebensdauer. Bei Einsatz von zusätzlichen Bewegungs- und Präsenzmeldern sowie Tageslichtsensoren, kann bei Austausch der alten Beleuchtungssysteme eine Energieeinsparung von ca. 70-90 % erzielt werden. Gerade in den Sozialräumen und Toiletten ist der Einsatz von Bewegungsmeldern und Lichtsensoren eine rentable Maßnahme.

Zur Info:

Mit dem Austausch der Beleuchtungsanlage können schnell 1/5 der Energiekosten eingespart werden. Die Hinterlüftung der Minibar ist bei Hotels häufig unzureichend und kostet unnötig Energie. Kosteneinsparungen liegen vor allem in der automatischen Leistungsabsenkung der Klima- und Lüftungsanlage, wenn das Zimmer nicht belegt ist. Bei Hotels oder Gasstätten mit großen Dachflächen ist eine Photovoltaikanlage mit Auslegung auf Eigenbedarfsnutzung eine wirtschaftliche Investition.

Unter den folgenden Links finden Sie weitere Informationen zu den Themen:

 

Den größten Anteil am Wärme- und Brennstoffverbrauch stellt die Raumheizung mit 73 % dar. 21 % des Wärme- und Brennstoffverbrauchs entfallen auf die Prozesswärme und 6 % auf die Warmwassererzeugung.

Quelle: Eigene Berechnung auf Basis Schlomann et al, März 2013

Einsparpotentiale:

Die größten Einsparpotentiale liegen in der Ertüchtigung der Gebäudehülle und der Heizungserneuerung und -optimierung. Diese Maßnahmen sind jedoch mit hohen Investitionen verbunden. Mit dem hydraulischen Abgleich und dem Austausch von Umwälzpumpen oder Warmwasser-Zirkulationspumpen können Energiekosten mit einem geringen Aufwand eingespart werden. Weitere Einsparpotentiale ergeben sich durch die Kommunikation der Heizungsanlage mit der Fensteröffnung und der Raumbelegung. Durch die hohe und kontinuierliche Abnahme von Wärme im Hotelsektor lohnt sich häufig eine Solarthermie-Anlage oder ein BHKW (Blockheizkraftwerk). Dies bezieht sich jedoch ausschließlich auf das Umland von Flensburg.

 

Best Practice Beispiele:
  • Pflegestern Seniorenservice Geregelte Heizpumpen link
  • Cafehaus Langes Beleuchtung link
  • Salic Hofherr Gastronomie GmbH Fußbodenheizung und Bewegungsmelder link
  • Fit Ebersberg – Gut Sonnenhausen GmbH & Co. KG Hocheffizienzpumpen link

 

Zur Info:

Durch die Installation von Windfängern oder selbstschließenden Türen können mit geringem Aufwand Energiekosten eingespart werden. Um hohe Investitionen zu vermeiden, können sich Contracting-Verträge auszahlen.

Die folgenden Energiebilanzen zeigen einen beispielhaften Energieverbrauch eines Hotels und einer Gaststätte.

Quelle: Eigene Berechnung auf Basis Schlomann et al, März 2013

Quelle: Eigene Berechnung auf Basis Schlomann et al, März 2013

Nahrungsmittelgewerbe

Spezifischer Energieverbrauch im Nahrungsmittelgewerbe

Zum Nahrungsmittelgewerbe zählen vor allem Bäckereien und Fleischereien sowie Nahrungs- und Genussmittelgewerbe (Mühlen und Süßwaren). Der Energiekostenanteil bei Bäckereien bezogen auf dem Umsatz ist in der Regel mit etwa 3 Prozent relativ hoch.

Der Anteil der Beleuchtung am Stromverbrauch ist mit ca. 25 % vergleichsweise gering. Der Großteil des Stromverbrauchs entfällt mit ca. 50 % auf die Bereitstellung von Prozesswärme. Den restlichen Verbrauch teilen sich mit Anteilen von 12 % bzw. 13% die mechanische Energie und die Prozesskälte. Der durchschnittliche Stromverbrauch pro Erwerbstätigem (EW) im Bereich Bäckerei, Fleischerei und dem restlichen Nahrungsmittelgewerbe liegt bei 5.774, 6.521 und 7.318 kWh/EW. Mit dem Excel-Tool (Effizienz-Tool) können Sie den Energieverbrauch Ihres Unternehmens mit dem Bezugswert des Branchendurchschnitts (Benchmark) vergleichen.

Quelle: Eigene Berechnung auf Basis Schlomann et al, März 2013

Einsparpotentiale:

Durch die vorgefertigte Teiglinge im Bäckereigewerbe hat sich der Energieverbrauch beim Backen der Ware in Richtung eines höheren Stromverbrauchs verschoben. Zusätzlich ist der Energiebedarf für Kälteanlagen gestiegen. Vergleichsweise geringe Anteile am Strombedarf entfallen auf mechanische Maschinen wie z.B. das Sieben, Mischen, Kneten und Rühren. Den größten Teil an Energie verschlingen die Backöfen. Zusätzliche Einsparungen sind durch die Wärmerückgewinnung möglich z.B. durch Schwadenkondensatoren oder Wärmetauscher, die diese Abwärme weiter nutzbar machen.

In der Fleischerei sind die großen Stromverbraucher vor allem die Kühl- und Gefriergeräte. Immer wenn Kälte erzeugt wird entsteht auch Wärme und diese Abwärme sollte sinnvoll genutzt werden, ähnlich wie bei den Bäckereien. Auch bei den Koch- und Kühlvorgängen verbergen sich Energieeinsparungen sowie in der Isolierung der Öfen und Kochschränke.

Das Durchschnittsalter der Beleuchtungsanlagen im Bereich Nahrungsmittelgewerbe beträgt 14 Jahre. Überwiegend werden in den Betrieben Leuchtstoffröhren verwendet, deren Brenndauer bei ca. 8 Std. täglich liegt. Eine LED-Röhre hat im Vergleich zu einer Leuchtstoffröhre eine dreimal höhere, durchschnittliche Lebensdauer. Bei Einsatz von zusätzlichen Bewegungs- und Präsenzmeldern sowie Tageslichtsensoren, kann bei Austausch der alten Beleuchtungssysteme eine Energieeinsparung von ca. 70-90 % erzielt werden. Gerade in den Sozialräumen und Toiletten sind Bewegungsmelder uns Lichtsensoren in der Regel eine rentable Maßnahme.

 

Zur Info:

Mit dem Austausch der Beleuchtungsanlage können schnell 1/3 der Energiekosten eingespart werden. Zwischen 10 % und 20 % Energie lassen sich durch den Einbau von Regeltechnik in Backöfen und die exakte Regelung der Feuchtigkeit und Temperatur einsparen.

Unter den folgenden Links finden Sie weitere Informationen zu den Themen:

 

Den größten Anteil am Wärme- und Brennstoffverbrauch stellt die Prozesswärme mit 54 % dar. Weitere 28 % entfallen auf die Raumheizung und 6 % auf die Warmwassererzeugung.

Quelle: Eigene Berechnung auf Basis Schlomann et al, März 2013

Einsparpotentiale:

Die größten Einsparpotentiale liegen in der Ertüchtigung der Gebäudehülle und der Heizungserneuerung und -optimierung. Diese Maßnahmen sind jedoch mit hohen Investitionen verbunden. Durch einen hydraulischen Abgleich und den Austausch von Umwälzpumpen oder Warmwasser-Zirkulationspumpen können mit einem geringem Aufwand Kosten eingespart werden. Weitere Einsparpotentiale liegen im Nutzerverhalten: Hierbei ist das richtige Lüften und Heizen entscheidend. Die weiteren Einsparpotentiale verhalten sich ähnliche zu den Stromeinsparpotentialen (siehe oben).

 

Best Practice Beispiele:
  • Metzgerei Fischer Verbundkälteanlage link
  • Dante Gelato GmbH Kälteanlage und PV link
  • Bio-Backwerk GmbH & Co. KG Wärmeverbundsystem: Aus Kälte- und Ofenanlagen link

 

Die folgende Energiebilanz zeigt einen beispielhaften Energieverbrauch einer Bäckerei und Fleischerei.

Quelle: Eigene Berechnung auf Basis Schlomann et al, März 2013

Quelle: Eigene Berechnung auf Basis Schlomann et al, März 2013

Landwirtschaft

Spezifischer Energieverbrauch in der Landwirtschaft

Im Bereich der Landwirtschaft lassen sich nur durch die heterogene Struktur der Betreibe nur schwer generelle Aussagen über den Energieverbrauch tätigen. Die Bewirtschaftung der Ackerbaufläche ist mit Ausnahme der Getreidetrocknung nicht sehr energieintensiv, wenn der Kraftstoffverbrauch der landwirtschaftlichen Maschinen ausgenommen wird.

Das unten aufgeführte Diagramm zeigt den spezifischen Stromverbrauch der Landwirtschaft. Der Hauptanteil des Verbrauchs entfällt auf die mechanische Energie, sowie auf die Beleuchtung mit 42 % und 25 %. Bei den weiteren Stromkosten entfallen 12 % auf das Warmwasser, 9 % auf die Klimakälte, 5 % auf Raumwärme, 5 % auf die LuK (Lüftung und Kühlung) und 2 % auf die Prozesskälte. Der durchschnittliche Stromverbrauch pro Erwerbstätigem (EW) im Bereich Landwirtschaft liegt bei 8.784 kWh/EW. Mit dem Excel-Tool (Effizienz-Tool) können Sie den Energieverbrauch Ihres Unternehmens mit dem Bezugswert des Branchendurchschnitts (Benchmark) vergleichen.

Quelle: Eigene Berechnung auf Basis Schlomann et al, März 2013

Den größten Anteil am Energiebedarf macht die Viehzucht aus mit der Be- und Entlüftung der Ställe und Maststätten. Prozesswärme wird vor allem für die Heizstrahler der Aufzuchtanlagen verwendet. Zusätzliches Einsparungspotential verbirgt sich hinter dem Warmwasserverbrauch zur Reinigung der Milchleitungen und Milchkühlbehälter, Kälbertränken und der Ferkelställe.

Das Durchschnittsalter der Beleuchtungsanlagen im Bereich Büro ähnliche Betriebe beträgt 16,3 Jahre. Auffällig ist der hohe Anteil an Glühlampen und die relativ geringe Brenndauer der Lampen. Eine LED-Röhre hat im Vergleich zu einer Leuchtstoffröhre eine dreimal höhere, durchschnittliche Lebensdauer. Bei Einsatz von zusätzlichen Bewegungs- und Präsenzmeldern sowie Tageslichtsensoren, kann bei Austausch der alten Beleuchtungssysteme eine Energieeinsparung von ca. 70-90 % erzielt werden. Gerade in den Sozialräumen und Toiletten sind Bewegungsmelder uns Lichtsensoren eine sich auszahlende Maßnahme.

 

Zur Info:

Mit dem Austausch der Beleuchtungsanlage können schnell 1/5 der Energiekosten eingespart werden.

Unter den folgenden Links finden Sie weitere Informationen zu den Themen:

 

Den größten Anteil am Wärme- und Brennstoffverbrauch stellt die mechanische Energie mit 53 % dar. Weitere 34 % Anteil entfallen auf die Raumwärme, 7 % auf die Prozesswärme und 6 % auf die Warmwasseraufbereitung.

Quelle: Eigene Berechnung auf Basis Schlomann et al, März 2013

 

Best Practice Beispiele:
  • 2ndVegOil – Dezentral erzeugte Pflanzenölkraftstoffe link
  • PraxTrak – Klimaschutz mit Pflanzenölkraftstoff link
  • Elektromobilität in der Landwirtschaft link

 

Die folgende Energiebilanz zeigt einen beispielhaften Energieverbrauch eines Landwirtschaftsbetriebs.

Quelle: Eigene Berechnung auf Basis Schlomann et al, März 2013