Integriertes Klimaschutzkonzept

Der Weg zur CO₂-Neutralität im Jahr 2050

Zwischen Oktober 2010 und September 2011 wurde im Auftrag der Stadt Flensburg und mit Unterstützung des Klimapakt Flensburg e.V. das integrierte Klimaschutzkonzept für die Stadt Flensburg erstellt.
Gefördert wurde das Vorhaben aus den Mitteln der Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums sowie durch die finanzielle Unterstützung des Klimapakt Flensburg e.V. und der Stadt Flensburg. Das Klimaschutzkonzept wurde im Dezember 2011 der Flensburger Öffentlichkeit präsentiert. Die Studie zeigt, dass es für Flensburg möglich sein wird, bis zum Jahr 2050 das Ziel der CO₂-Neutralität zu erreichen.
Im integrierten Klimaschutzkonzept wurden sämtliche Sektoren der Stadt detailliert und übergreifend betrachtet: Haushalte, Verkehr, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen, Industrie sowie Energieversorgung.
In Form eines detaillierten Handlungsplanes macht das Konzept den aus heutiger Sicht bestmöglichen Weg zur CO₂-Neutralität deutlich. Es wird aufgezeigt, wer (welche Akteure oder Bevölkerungsgruppen?) wann (zu welchem Zeitpunkt bis zum Jahr 2050?) wie (durch die Umsetzung welcher Maßnahmen?) zur Zielerreichung beitragen kann.

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Der Flensburger Pfad zur CO₂-Neutralität im Jahr 2050

Welche Kriterien wurden beachtet?

Um entscheiden zu können, welche Kombination aus Maßnahmen für Flensburg den optimalen Weg darstellt, war es zunächst einmal notwendig, wichtige Bewertungskriterien für die identifizierten Maßnahmen aufzustellen. Das zu entwickelnde Konzept erfüllt die folgenden Kriterien:

1) Die entwickelten Maßnahmen sind langfristig unter Berücksichtigung aller Kosten gegenüber einer fossilen Energieversorgung wirtschaftlich und gewährleisten eine hohe Versorgungssicherheit.

2) Eine enge Vernetzung der Maßnahmen in einem sektorübergreifenden Zusammenhang ermöglichte die Entwicklung eines stimmigen und damit für die Gesamtheit der Akteure optimalen integrierten Gesamtkonzepts.

3) Der Entwicklung des Konzepts wurde von Anfang an eine hohe Unterstützung durch die Bevölkerung und der ansässigen Unternehmen und Institutionen zuteil. Durch die Einbindung von knapp 200 Workshopteilnehmern aus 50 Unternehmen und Einrichtungen wurde verhindert, dass ein extern entwickelter Plan ohne die Einbindung der relevanten Akteure „übergestülpt“ wurde.

4) Die Umsetzung des Maßnahmenplans kann nach der Festlegung der entsprechenden Maßnahmen im Klimaschutzkonzept beginnen und unter der Einbindung aller beteiligten Akteure erfolgen. Die Erfahrung und das Know-How aller relevanten Gruppen kann dabei genutzt werden.

Es wurden im Rahmen der Konzepterstellung insgesamt 16 thematische Workshops durchgeführt. Die Ergebnisse wurden dokumentiert, sektorübergreifend zusammengefasst und als wichtigste Basis für die Ausgestaltung des Maßnahmenkatalogs genutzt.

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Die wichtigsten Maßnahmen

Folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die wichtigsten Maßnahmen zur Erreichung der CO₂-Neutralität im Jahr 2050 und die bei deren Umsetzung zu erwartende Einsparung:

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Bei Umsetzung der insgesamt ca. 100 identifizierten Maßnahmen können die CO₂-Emissionen aller Sektoren schrittweise reduziert werden. Die Ziele des Klimapakt Flensburg können also erreicht werden, wenn alle Akteure bei der Umsetzung des integrierten Klimaschutzkonzepts aktiv werden.

Integriertes Klimaschutzkonzept Flensburg – Langfassung

Integriertes Klimaschutzkonzept Flensburg – Kurzfassung

Presseartikel zum Klimapakt Flensburg anlässlig der shz-Jubiläums-Sonderausgabe vom 15. Juni 2015

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