Walter Braasch

Walter Braasch

Braasch Rum

Das eigene Leben immer wieder neu ausrichten, auch mit dem Blick auf den Klimaschutz, immer die neusten Entwicklungen im Auge haben und sich daran anpassen, so lautet die Philosophie von Walter Braasch. Nachdem 1998 die Produktion vieler bekannter Spirituosenmarken in Flensburg eingestellt wurde, begann die Zeit für Walter Braasch, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, um die Tradition der Rumherstellung zu erhalten und neuen Schwung zu verleihen. Gleichzeitig wurde in den letzten Jahren des vergangenen Jahrhunderts der komplette Kaufmannshof mit seinen zwei Höfen saniert und auf den neuesten Stand gebracht. Für das seit 1976 im Familienbesitz stehende Wein- und Rumhaus war es völlig klar, sich an die Flensburger Fernwärme anzuschließen. Im Zuge der Renovierungen wurden auf dem Grundstück zehn alte Schornsteine abgerissen. Viel Wert wurde in dem Renovierungsprozess auf die Art der Wärmedämmung gelegt, um einerseits einen hohen Energienutzungsgrad zu erzielen und andererseits die traditionellen Bauelemente und den alten Charme des denkmalsgeschützten Hauses zu erhalten. Nachdem es in der LED-Technik viele Neuerungen gab, wurden auch im historischen Vorderhaus alle Leuchtmittel durch energiesparende LEDs ersetzt. Nicht nur das eigene Geschäft selbst wurde energetisch verbessert, sondern auch das Umfeld, die Rote Straße. Mit dem Umrüsten der Straßenbeleuchtung auf LEDs konnte eine Energie- bzw. Kosteneinsparung von rund 90% erreicht werden. Im Juli 2014 eröffnete das Braasch Rum Manufaktur Museum seine Türen, ausgestattet mit der neuesten Technik. Von energiesparenden Pumpen und spezieller Wärmedämmung über LEDs bis zur selbststeuernden Belüftungsanlage. Nach den vielen Jahren von Umbau bis Neubau ist es für Walter Braasch ein schönes Gefühl, endlich angekommen zu sein. Trotzdem sind für die Zukunft schon weitere Pläne geschmiedet, um sich auch weiterhin für den Klimaschutz einzusetzen und das Erlebnis „Braasch Rum“ für jeden Besucher zu steigern.

Meinung:

„Was den klimatechnischen Umbau angeht, muss man auch auf sein Bauchgefühl hören. Immer zuerst hinterfragen, ob das, was man macht, auch wirklich sinnvoll ist. Nur weil etwas angepriesen wird, muss es nicht unbedingt gut sein. Klimaschutz muss individuell betrachtet werden und verlangt oft besonderes Fingerspitzengefühl. Besonders hier, wo Klimaschutz auf Denkmalschutz trifft.“

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